Wasserski "Luzin" Feldberg


40 Jahre alt ist der Wasserskiclub in Feldberg. Wasserski Pyramiede
Am 02 März 1961 trafen sich 60 Feldberger Freunde des Wasserskisports im "Mecklenburger Hof" um den in den Kinderschuhen steckenden Wasserskisport auf den Feldberger Seen zu organisieren.

Die Neustrelitzer Zeitung berichtete in jenen Tagen "... Zur Entwicklung des Leistungssports gibt es solche Vorstellungen, eine schwimmende Sprungschanze für die Wasserspringer zu entwickeln. Die Feldberger Wasserskisportler haben sich vorgenommen, recht bald bei Meisterschaften ein Wort mitzureden..."

Mit dem Bau der ersten Sprungschanze, einer Holzkonstruktion, und der Einrichtung einer Trainingsstrecke auf dem "Schmalen Luzin" begann der regelmäßige Trainingsbetrieb. Viel Zeit wurde in die Entwicklung und den Bau der Materialien investiert. Die Ski wurden aus massivem Holz gebogen, Traktorenreifen dienten al Bindungen und Wäscheleinen wurden als Zugleinen genutzt. Boote entstanden im Eigenbau und waren mit Pkw - Motoren Typ Wartburg ausgestattet. Mit dem Jugend- und Juniorenpokal wurde 1964 der erste Wettkampf in Feldberg durchgeführt. Vor der Luzinhalle war die Schanze verankert und die Slalomstrecke wurde extra an den Wettkampfort verlegt. Noch mussten die Feldberger Sportler zusehen, wie die ersten Plätze an Sportler aus Berlin und Weißenfels gingen.

1965 war es dann soweit. Bei den Deutschen Meisterschaften in Weißenfels konnte Ernst Eberhardt mit 31,3 m den dritten Platz im Springen erringen und damit die erste Medaille für den Motorsportclub "Luzin" Feldberg nach Hause bringen.

Wasserski SoloskiAb dem Jahr 1967 nahmen Feldberger Nachwuchssportler an den Jugendmeisterschaften teil und die ersten Jugendmeistertitel wurden nach Feldberg geholt.

Auf der Feldberger Wettkampfstrecke fanden mit Norddeutschen Meisterschaften und Bezirkmeisterschaften erste Leistungsvergleiche statt. Bei Schauveranstaltungen wurde Urlaubern und Einheimischen der Wasserskisport vorgestellt.

Nachdem 1969 der "Schmale Luzin" für Boote mit Verbrennungsmotoren gesperrt wurde, hat der Wasserskisport auf dem "Kleinen Haussee" eine neue Heimstatt gefunden. Auf Grund der großen Zuschauerresonanz bei den Schauveranstaltungen wurde der Plan zu Bau einer Tribünenanlage entworfen.

Wasserski TribüneAus Beton - Fertigteilen einer Siloanlage und Erdaushub entstand der Grundkörper der Zuschauertribüne, die dann mit Sitzelementen ausgestattet wurde.

Damit war eine Anlage entstanden, die sich für Großveranstaltungen anbot.

Neben der Bautätigkeit wurde fleißig trainiert. Die Feldberger nahmen regelmäßig an den DDR - Meisterschaften in den einzelnen Altersklassen teil und kehrten als Sieger und Platzierte heim.

1972 fanden auf der Feldberger Wasserskianlage die ersten nationalen Titelkämpfe statt. Über 2000 Zuschauer verfolgten die DDR - Meisterschaft. Nach der erfolgreichen Durchführung dieser Meisterschaft stand 1973 die internationale Premiere für den Feldberger Club bevor. Im Juli fand der Wettkampf "Wasserski international" unter Beteiligung von Sportlern aus der CSSR, der VR Polen und der UdSSR statt. Diese Veranstaltung begründete die lange Tradition der Wettkämpfe mit internationaler Beteiligung in Feldberg.

Wasserski SprungschanzeAber auch Feldberger Sportler wurden immer öfter in die Nationalmannschaft berufen und starteten in der CSSR, in Polen, in Bulgarien und der UdSSR. In den 70er und 80er Jahren wurde in jedem Jahr eine Wasserskigroßveranstaltung durch den Wasserskiclub "Luzin" organisiert und durchgeführt. Neben nationalen Jugend und Erwachsenenwettkämpfen war Feldberg immer wieder Gastgeber für internationale Veranstaltungen, wie der Pokal der Freundschaft oder dem Wettkampf "Luzinski" international. Dabei bekam die Feldberger Wettkampfstrecke immer wieder viel Lob, besonders von international erfahrenen Offiziellen.

1988 nahm Brita Schipner in der CSSR erstmals an europäischen Titelkämpfen an der Seilbahn teil und konnte auf Anhieb einen dritten Platz im Springen erringen.

1985 begann für die Feldberger eine beispiellose Serie. Sie gewannen den Mannschaftsmeistertitel und sollten diese Trophäe bis 1989, also fünfmal in Serie nicht mehr abgeben.

Mit der Wende knüpften die Feldberger an ihre erfolgreiche Entwicklung an und integrierten sich in den nun gesamtdeutschen Wasserskisport. Wieder konnten bei nationalen Meisterschaften Siege und Platzierungen erreicht werden und die Feldberger wurden zu einer zuverlässigen Stütze der deutschen Nationalmannschaft.

Ein Höhepunkt war der Jugendeuropameistertitel der Feldberger Sportlerin Joanna Berg im Figurenlauf 1997.
Zweimal konnte der Mannschaftsmeistertitel nach Feldberg geholt werden.

Auch jetzt sind im jährlichen Terminkalender neben den regelmäßigen Schauveranstaltungen Wettkämpfe verschiedener Leistungskategorien zu finden. So war Feldberg seit 1989 Gastgeber für Jugend- und Seniorenmeisterschaften, für Mannschaftsmeisterschaften und 1996 für die Deutsche Meisterschaft.

International war nach den europäischen Seniorentitelkämpfen 1994, die Durchführung der Wasserski Weltmeisterschaften der Senioren "World Senior Trophy" der bisherige Höhepunkt.

Jeden Montag findet für jeder Mann Wasserski zwischen 17.00 Uhr und 20.00 Uhr statt.

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