Schlossberg am Breiten Luzin

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SchlossbergAuf dem Schlossberg am Breiten Luzin hat nie ein Schloss gestanden. Dies war der Standort der größten slawischen Höhenburg Norddeutschlands mit einem außerhalb der Burg gelegenen Platz für ein Heiligtum. Hier vermuteten Archäologen das legendäre Heiligtum Rethra, das Delphi des Nordens. Im Oktober 1922 fand hier eine große Ausgrabung statt. Unter Berücksichtigung des Thietmarschen Textes und den örtlichen Gegebenheiten legten die Experten den Schlossberg als Standort für Rethra fest. Die gefundene Keramik war von außerordentlicher Schönheit und wurde nach dem Ort Feldberg benannt. Feldberger Keramik.

Im Dienste des Bishoffs vom Bamberg stand der Historiker Thietmar von Merseburg.

Er beschrieb den Standort Rethras mit folgenden Worten:

Est urbs quaedam in pago Riedirierum Ridogast nomine, tricornis ac tres in se continens portas (una quaeque per singula cornua), quam undique silva ab insolis et venerabilis circumclat magna. Duae eiusdem (?) portae cunctis introentibus patent, tercia quae orientem respicit et minima est tramitem ad mare iuxta positum et visa nimis horribile monstrat (quae nulli facile patet). In eadem est nil nisi fanum de ligno artificose compositum, quad pro basibus diversarum sustentatur cornibus betiarum.
Lageplan der slawischen Burganlage

Im Redariergau
liegt eine Burg mit Namen Ridogast, dreihörnig angetan mit drei Toren, ganz von einem großen Walde umgeben, den die Bewohner unversehrt und heilig halten.
Zwei der Tore stehen allen die hinein wollen offen. Das Dritte, das nach Osten geht und ganz klein ist, hat einen Pfad zu dem nahe gelegenen und schauerlich anzusehenden See. (und bietet einen schauerlichen Anblick)
In dieser Burg steht nichts als der Tempel aus Holz, kunstreich gebaut, der im Fundament von Tierhörnern getragen wird.

Der Tempel war nur den Priestern zugänglich, hier wurde das Orakel in wichtigen Landesfragen konsultiert. Verehrt wurde auf Rethra der Sohn der Sonne "Zuaraschiz". Als Orakel diente ein weißes Pferd. Es wurde nach der Zerstörung Rethras im Dezember 1068, durch die deutschen Ritter unter Burchardt von Halberstadt, als Beute entführt. Der Svantevit - Tempel auf Rügen, bei Kap Arkona, übernahm bis zu seiner Zerstörung 1168 die religiösen und weltlichen Angelegenheiten aller slawischen Stämme. Der Sohn des letzten Slawenfürsten Niklot, mit Namen Pribislaw, ließ sich taufen. Dadurch verschaffte er seinen slawischen Brüdern Frieden und er regierte das Land seiner Väter. (Obotriten) Alle Schweriner Fürstenhäuser gehen auf ihn zurück.

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