In Krumbeck lässt Lenné wieder grüßen

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Bürgerinitiative sorgt für Landschaftspark - Rekultivierung


LenneparkDer an Schönheiten nicht gerade armen Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns setzen die historischen Parkanlagen zusätzliche Glanzlichter auf - so als würde man einem mit Smaragden gefassten Ring Diamanten hinzufügen. Die Projektgruppe "Kultur und Region" listet allein im ehemaligen DDR-Bezirk Neubrandenburg nicht weniger als 29 erhaltenswerte Denkmale der Gartenbaukunst auf.

Die meisten des Landschaftsparks tragen die Handschrift eines der bedeutendsten Grün-Architekten seiner Zeit Johann Peter Lenné. Nach seinen Plänen wurde 1832 auch die Parkanlage des Gutes und heutigen Dorfes Krumbeck angelegt.
Teiche, Bäche und Brücken, verschlungene Wege zwischen imponierenden Baumgruppen gaben dem Park Stil und Charakter. Mehr als 110 Jahre wurde das landschaftliche Kleinod gehegt und gepflegt. Nur vier Jahrzehnte Ignoranz brauchte es, Hof und Anlagen verkommen zu lassen... Lennepark


Krumbeck, von 1797 bis 1945 Familienbesitz derer von Dewitz, ist eine typische Gutssiedlung. Backstein und Fachwerk prägen das Gesicht des Ortes, der verwaltungsmäßig zu Lichtenberg gehört und der seinen Besuchern inzwischen wieder eine Attraktion bieten kann: die Rekultivierung weiter Teile des Landschaftsparks nach den Originalplänen seines Gestalters Lenne'.

Möglich wurde das kleine Wunder durch die Initiative engagierter Gemeindemitglieder. Sie setzten sich Ende 1990 mit dem Garten- und Landschaftsarchitekten Stephan Pulkenat zusammen und beschlossen die Erneuerung nicht nur des Parks, sondern des gesamten Ensembles aus Gutshaus, Hofgebäuden, Schmiede und Anwesen des Wildhüters, Landschaftsgarten, Kirche und Dorf.



Lennepark

Da der ursprüngliche alte Baumbestand nur noch partiell vorhanden war, ließ Pulkenat nach dem Gehölz - Plan von Lenné aufforsten. 40 Bäume - zumeist Eichen, Platanen, Kastanien, Lärchen - wurden neu angepflanzt. Suchgrabungen legten das alte Wegesystem frei, und auch die Fundamente der acht hölzernen Brücken, die einstmals Gräber und Wasserläufe im Park überspannt hatten, kamen zum Vorschein. Sechs der schlichten, bogenförmigen Übergänge aus Eichenholz sind wiederhergestellt worden. Restauriert wurde auf der "Insel" auch die Familiengrabstätte derer von Dewitz - späte Ehrenbezeugung an den "Letzten aus der Linie Gross - Miltzow", Ulrich Otto von Dewitz, Fideikommissherr auf Krumbeck, Königlich - Preußischer Rittmeister a.D. und seiner Nachfahren.



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