Sanfter Wandel im Zeichen des Wildschweins


Traum vom Bauernhof hilft einer Region auf die Beine

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Logo Gut ConowEs ist die Realisierung eines Jugendtraumes, eines glücklichen Zusammenspiels -und die Initiative eines Dortmunder Unternehmers. Und schließlich ist es die Geschichte eines vergessenen Fleckens in den Ausläufern der mecklenburgischen Seenplatte, der mittlerweile für viele als geglücktes Beispiel eines ,,Strukturwandels im Einklang mit der Natur" steht.

Mit seinem Traum vom Bauernhof und der eigenen Scholle fanden der Wunsch zur Erhaltung und zum Schutz der Natur bei gleichzeitiger Wahrung wirtschaftlicher Interessen, die Verdienst und Beschäftigung sichern, in glücklicher Weise zusammen. In Conow am Carwitzer See entstanden in kürzester Zeit mehrere Firmen, die unter dem Zeichen des Wildschweins von der Landschaft, ihren Menschen, ihren Leistungen und Produkten berichten. Unter dem Slogan ,,Gutes vom Gut Conow" finden heute hochwertige Waren und Leistungen aus Conow den Weg zum Kunden. Gut Conow, ehemals Besitzung derer von Mellenthin, dann volkseigener Betrieb, war das erste von über 50 Gütern in Mecklenburg, das von der Treuhand verkauft wurde. Die Nähe zur Hauptstadt Berlin, die landschaftliche reizvolle Lage und die klaren Besitzverhältnisse erleichterten die Entscheidung.


Wildschwein springt über Graben
Noch im Herbst 1991 wurde der Treuhand-Administration ein Konzept vorgelegt, nach dem wenigstens 160 Arbeitsplätze erhalten und Investitionen in Millionenhöhe sofort realisiert werden sollten. Die Pläne überzeugten, so dass es im Februar 1992 zum Verkauf des Gutes kommen konnte. Im August des gleichen Jahres wurde das Investitionsvolumen bereits überschritten und Mitarbeiter standen in Lohn und Brot. Mehr Menschen waren in Conow auch vor der Wende nicht erwerbstätig.

Weitere Aktivitäten und Gesellschaftsgründungen sind in der Planung. So soll in Fürstenhagen auf der "Flootinsel" ein Gewerbepark errichtet werden - im ländlichen Stil und umgeben von Grün.

Dabei wird Wert darauf gelegt, dass der Strukturwandel möglichst sanft und ohne Blessuren für die Landschaft vonstatten geht.

So hat der neue Eigentümer, passionierter Reiter und Jäger, die mehr als 1000 Hektar seines Besitzes ökotopologisch kartieren lassen, "um die Natur für den Menschen zu erhalten und Pflanzen und Tiere vor dem Menschen zu schützen."

Buchenwald

Ursprünglich war das weite, wellige Land mit Hecken und kleinen Buschgruppen durchsetzt. Die Agronomen ließen die Gehölze roden, passten die Flächen hektar-weit landwirtschaftlichen Großgeräten an. Nichts sollte Traktoren, Pflügen und Mähdreschern im Wege sein. Nur - Wind und Regen scherten sich einen Teufel um Soll- und Planvorgaben. Sie ließen den Boden nach ihrer Pfeife tanzen.

Erosion ist aber nur einer der Gründe, weshalb der neue Gutsherr auf die Renaturierung der Acker setzt. Wer ökologisch fundierte Landwirtschaft betreiben, nicht Masse sondern Klasse produzieren will, braucht dazu im wahrsten Sinne des Wortes natürliche Verbündete - Nützlinge und Schädlingsbekämpfer, die ihren Lebensraum in Hecken und Knicks haben.

Das ökotopologische Karten Material dient als Grundlage für die naturnahe Bewahrung und Entwicklung der einzigartigen Kulturlandschaft.



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