Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft


Geopark KarteMecklenburg - Vorpommern wurde im letzten Eiszeitalter (Pleistozän) mehrfach flächenhaft vom Eis bedeckt. Kalte Klimaperioden (Kaltzeit) wechselten mit wärmeren Klimaabschnitten (Warmzeiten) ab.
Die Oberfläche der Geopark - Region erfuhr ihre wesentliche Prägung während der jüngsten Kaltzeit (Weichsel - Kaltzeit). Sie gliedert sich in drei wesentliche Eisvorstöße, von denen die Bildungen der beiden jüngsten im Geopark weitflächig zu finden sind.
Mit seinem geologischen Naturerbe stellt der Feldberger Raum zweifellos ein herausragendes und besonders attraktives Gebiet innerhalb des Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft dar.

Diese besondere Naturraumausstattung ist das Ergebnis der geologischen Vorgänge während der jüngsten Vereisung.

Geopark Luftaufnahme FeldbergDie Oberfläche der Feldberger Landschaft wurde entscheidend in den letzten ca. 25 000 Jahren während der sog. Weichsel - Vereisung und in der anschließenden, bis heute andauernden Warmzeit (Holozän) geformt.

In einer ersten Phase wurde durch das aus Skandinavien nach Mitteleuropa vorrückendes Gletschereis tief greifende Rinnen und Mulden gebildet, die durch von Gletscher isolierte Eisblöcke (Toteis) ausgefüllt wurden.

Die anschließende Erwärmungsphase führte zur Überdeckung dieser Toteismassen mit Gletscherschutt.

Der nächste Gletschervorstoß (Beginn vor ca. 15 200 Jahren) bildete im Feldberger Gebiet einen stationären Eisrand, der sich noch heute in der block- und geschiebereichen Pommerschen Haupteisrandlage (Heilige Hallen bei Carwitz, Rosenberge in Feldberg, Hünenwall im Hullerbusch, Endmoränenzug bei Wittenhagen) verfolgen lässt.

Geopark gefällter BaumDas Schmelzwasser trat aus Gletschertoren im Eisrand aus und transportierte große Mengen von Sanden und Kiesen, die sich im Vorland der Endmoräne ablagerten (Gebiet Neuhof-Carwitz-Rosenhof - Thomsdorf) und als Sander bezeichnet werden.

Die heutigen Hohlformen mit den für die Landschaft charakteristischen Seen entstanden erst in der frühen Nacheiszeit (Beginn vor ca. 10 000 Jahren) durch langsam im Untergrund auftauendes Toteis und daraus resultierende Veränderungen des Oberflächenreliefs.


Die Vision

Für die Zukunft ist die Entwicklung des Standortes Feldberg/Wittenhagen als Begrüßungszentrum und Eingangstor zum Geopark Mecklenburgische Seenlandschaft vorgesehen.

Eine Eiszeitscheune als Ausstellungszentrum soll sich harmonisch in das Gutshofensemble Wittenhagen einfügen. Eiszeitliche Landschaftsentstehung, die Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt sowie die interessante Besiedlungsgeschichte des Feldberger Gebietes sollen anschaulich dokumentiert werden.

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