Die Tornow auf Gut Wittenhagen


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In den Registern taucht der Name "Wittenhaghen" erstmals 1322 auf. In diesem Jahr belehnt Fürst Heinrich von Mecklenburg pfandweise den Ritter Albrecht von Dewitz mit Wittenhagen gegen eine regelmäßige Abgabe, "Bede" genannt.

Stute mit Fohlen
1506 sitzen dann die Tornow auf Wittenhagen. Nach dem Aussterben der direkten Linie belehnen die Herzöge 1545 einen anderen Zweig der Familie Tornow mit den hinterlassenen Gütern. Vierzig Jahre später veräußert Christoph Tornow seinen Anteil an Wittenhagen für 3.000 Gulden dem Andreas Ilefeld, der den Grundbesitz 1589 an Kuno von Doren zu Wrechen für 4.500 Gulden weiterverkauft. Noch im selben Jahr verpfändet von Doren das Land an Franz Warburg.

Die Tornow kaufen den Warburgschen Anteil 1615 zurück, um ihn ein Jahr später an Joachim Churat, einem Schwiegersohn der Familie, in Pfand zu geben. 1623 sitzen dann wieder die Warburgs auf Wittenhagen - allerdings nicht mehr allein, denn bereits 1621 waren Teile des Gutes an einen Holstein gegangen. Zu dieser Zeit werden in der Gemarkung Wittenhagen drei Rittersitze und 18 Bauernhöfe gezählt.

1664 lässt Andreas Tornow die im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstörte Kirche zu Wittenhagen wieder aufbauen, "mit Rohr und Stroh decken und die Giebel mit Brettern zuschlagen". Die Pfarre betreut um diese Zeit auch Lichtenberg. 1704 ist Felix Heinrich von Tornow Erbherr auf Wittenhagen. Das heutige Gutsdorf Tornowhof wird 1730 als Meierei von Wittenhagen angelegt. Ab 1870 ist Tornowhof dann selbständiges Gut.

Die Tornow bleiben bis 1796 im Besitz der Ländereien. Doch schon 1718 fällt Gut Wittenhagen durch Pfandbeschluss auf zwölf Jahre an Frau Oberstleutnant von Münchow. Ihr folgt die Familie des Rittmeisters und Domherren von Rhade auf Gralow bei Landsberg an der Warte, die bis 1838 die Ländereien bewirtschaftet.

Zu Wittenhagen gehörte von altersher auch die Feldmark Rodensee bei Priepert. Einen Teil des Landes verkauften die Tornow bereits 1547 an Achim von Dewitz zu Priepert. Der Rest der Gemarkung wird 1711 von der herzoglichen Kammer gegen einen fürstlichen Bauernhof in Wittenhagen getauscht.

1924 ist auf dem Allodialgut Wittenhagen Werner Brückmann als Besitzer eingetragen, der um diese Zeit 388 Hektar Land unter dem Pflug hat. 1939 gehört Wittenhagen dem Landwirt Wilhelm Schulz. Schulz veräußert Hof und Ländereien am 22. Oktober 1940 dem Fregattenkapitän Hans-Joachim von Mellenthin.

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