Die Legende


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Nachdem das große Eis auf wundervolle Weise die Landschaft neu gestaltet hatte und alles Leben wieder seinen Anfang nahm, lag ein Segen auf dem Land.

In besonderem Maße sind die lieblichen Hügel mit Fruchtbarkeit gesegnet. Großer Fischreichtum glitzert in den sauberen Seen und prächtiges Wild durchstreift seitdem die satten Wiesen und Wälder. Die üppig wachsenden Heilkräuter sind besonders geschätzt. Köstlich schmeckt das Wasser.

Wasser
Vor Jahrtausenden schon wussten die Menschen um die Heiligkeit dieser Landschaft und achteten sie in großer Verehrung. Zu den Jahreskreisfesten dankten sie der großen Mutter für den Reichtum der Natur. Das war lange, bevor die Christen ihren Erntedank ab 1200 in der Kirche auf dem Conower Hügel feierten, deren Ruine heute noch beeindruckt. Sie zählt zu den ältesten Kirchenruinen in Mecklenburg.

"Hillig Werder", die Heilige Insel am Conower Ufer, ist im Bewusstsein der Menschen seit jeher weit mehr als ein Flurname. Am Ostufer des Sees wurde schon immer der Dialog mit den höheren Mächten gesucht. In Stein - Bronze - und Slawenzeit und später in der Backsteinquaderkirche nahe der Insel."Hillig Werder". Sie ist ein ein lebendiger Mythos aus alter Zeit und gilt als Seele des Gutes Conow.

Die Ländereien um Conow gehörten während der Slawenzeit in den Gau der Redarie, wo auch das wendische Delphi - Rethra - das Hauptheiligtum vieler slawischer Stämme lag. Dort wurde ein weißes Pferd gehalten, das die Slawen als göttliches Orakel verehrten. Die geistige Elite, die Priesterschaft, leistete von Rethra aus erheblichen Widerstand gegen die deutschen Expansionsbestrebungen aus dem brandenburgischen Raum. In einer Nacht und Nebelaktion zerstörten die Deutschen Ritter unter Burchard von Halberstadt im Jahr 1068 Rethra so gründlich, dass es bis zum heutigen Tage unauffindbar geblieben ist.

Landschaft mit Pferde

Aus dieser hohen Zeit der Slawen stammt der Name Conow. Er bedeutet "Ort des Pferdes". In den Nächten um die Sommersonnenwende - so berichtet die Sage - erscheint für Auserwählte auf der Anhöhe nahe der Kirchenruine ein Wesen, welches sich heilend und segnend den Menschen zeigt. Es gilt auch als Hüter eines Schatzes. Immer wieder haben sich besonders Mutige, aber auch Hilfesuchende des nachts dort hinbegeben. Bisher erfüllte keiner die Bedingungen, mit Gold belohnt zu werden.

An anderer Stelle spricht die Legende von der Wiederkehr des heiligen Pferdes. Wenn nachts die Fischer auf dem Carwitzer See gelegentlich fröhliches Wiehern hören oder gar ein weißes Pferd auf den Strahlen des Mondes traben sehen, erinnern sie sich an die Legende.


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