Herzogtum, Freistaat, Gau und DDR-Bezirk

Streifzug durch Mecklenburgs wechselvolle Vergangenheit

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Die Geschichte Mecklenburgs beginnt mit dem Ende des ersten Jahrtausends nach Christus. Aus dieser Zeit berichten Reisende von den großen slawischen Tempelburgen - vor allem von der »Mikilenburg«, einer großen Wehranlage zwischen den heutigen Städten Schwerin und Wismar, die dem ganzen Land seinen Namen geben sollte.


Deutsche Fürsten versuchten damals immer wieder, die slawischen Stämme zu überrennen und das Land zu christianisieren. Endgültig gelang das aber erst Heinrich dem Löwen, der den stolzen Obodritenfürsten Niklot in der Schlacht bei Werle anno 1160 besiegte und die Stadt Schwerin gründete.

Dennoch war und blieb es zunächst schwer, die aufsässigen Slawen und Wenden zu regieren. Deshalb besann man sich auf eine bereits in der Antike gebräuchliche politische Taktik: Mit Versprechungen und allerlei Druckmitteln "überzeugte" man Niklots Sohn Pribislav vom Christentum. Nach seiner Bekehrung erhielt er als Lehnsherrn Gewalt über das Land, über das einst sein Vater geherrscht hatte. In der Folgezeit gelang es mit Hilfe der Zisterzienser, Johanniter und anderer Orden unter geistiger Führung der deutschen Bischöfe, auch die wendische Urbevölkerung nach und nach zu christianisieren. Allmählich vermischten sich die Wenden mit eingewanderten deutschen Siedlern und verschmolzen schließlich mit ihnen zu jenem Menschenschlag, der bis heute zwischen Ostsee und Elbe sowie an den Ufern der 650 Seen des Landes ansässig ist."


Die Fürsten, die sich auf ihre Ahnherren Niklot und Pribislav stets voller Stolz beriefen, führten das Land mit mehr oder weniger glücklicher Hand durch die Jahrhunderte. Im Dreißigjährigen Krieg, der Mecklenburg schwer beutelte , mussten die Regenten vorübergehend sogar ins Exil, während sich Wallenstein, der Schrecken Europas, auf ihrem Thron bis 1630 breit machte.

Von diesem Missgeschick abgesehen regierten Mecklenburgs Landesherren beinahe ein ganzes Jahrtausend lang, bis 1918. Viele der Fürsten waren gebildete und kunstsinnige Souveräne und Mäzene, beispielsweise die Herzöge Ulrich, Johann Albrecht und Christian Ludwig oder die Großherzöge Friedrich Franz und Paul Friedrich.

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