Das grüne Maßnahmenpaket

Maßnahmenpaket Legende
Maßnahmenpaket

Speziell für den Raum Conow kommen folgende Maßnahmen zum Tragen:
  • Die landwirtschaftlichen Einrichtungen des Gutes werden nach Fürstenhagen verlagert, die gewerblichen Bereiche in den zu schaffenden grünen Gewerbepark ,,Flootinsel" in Fürstenhagen integriert.
  • Der bestehende Campingplatz in direkter Nachbarschaft des Gutes bietet optimalen Seezugang, muss aber wegen seiner unzureichenden Infrastruktur in der Ver- und Entsorgung und wegen der geringen Kapazität an Stellflächen nach ökologischen Gesichtspunkten verlagert und erweitert werden.
Die direkte Anbindung an das überörtliche Straßennetz, die unmittelbare Nachbarschaft zum Dorf Conow mit einer guten Ver- und Entsorgungsinfrastruktur und einem ergänzenden Dienstleistungsangebot, der vorhandene Zugang zum Carwitzer See, die historische Ruine der Dorfkirche und die Gutsgebäude selbst bilden Voraussetzungen für einen ebenso attraktiven wie umweltverträglichen Freizeit- und Erholungspark. Typische Kulturlandschaft bewahren und dennoch ökonomisch nutzen: Um dieses Ziel zu erreichen, steht im Agrarbereich die Pflege der Landschaft durch extensive Weidewirtschaft im Maßnahmenkonzept. Das heißt, landwirtschaftliche Produktionsintensität und erzeugte Produktmengen müssen verringert werden. Pufferzonen - weder mit Pestiziden noch Düngestoffen belastet - sind zum Erhalt der Gewässer und Seen vonnöten. Mit der Beweidung allein wird es nach Ansicht der Öko-Experten allerdings nicht gelingen, die Landschaft offen zu halten. Deshalb muss mit Flächenmahd einer vegetativen ,,Verwilderung" entgegengewirkt werden. So soll z.B. im Raum Wittenhagener Hutung und nördlich des Naturschutzgebietes Conower Werder durch ein einmaliges Entbuschen und periodische Mahd der seltene Trockenrasen - Charakter der Landstriche erhalten bleiben.

Zum Gesamtkonzept gehören weiterhin:

  • Pflege der Naßwiesen, die zur Erhaltung der Strukturvielfalt der Wiesenbrüter beitragen,
  • Anlage eines Schutzgrabens nordöstlich des Großen Karpfensees. Das Gewässer muss als Flachwassersee vor den Einwirkungen der umgebenden Land- und Weidewirtschaft gesichert werden.
Angereichert werden die Maßnahmen durch die Anlage von Feldhecken. Sie bieten elementaren Lebensraum für viele Vogelarten. Sie sind Wohn- und Nistplatz, Nahrungsraum, Deckungsort und Ansitzwarte, Überwinterungsquartier und Ganzjahreslebensraum zugleich. Zudem sollen Sichtschutzpflanzungen in landschaftlich geprägten Räumen notwendige technische Bausubstanz in das Landschaftsbild einbinden helfen.

Diese Grüngürtel sind vor allem für die Milchviehanlage am südlichen Ortsrand von Fürstenhagen und für das Gewerbegebiet auf der ,,Flootinsel" vorgesehen. Alle Planungen zielen konsequent auf Erholung in und mit der Natur hin. Tourismus und auch ,,sanfter Tourismus" bildeten keine Vorgaben für das Entwicklungskonzept. Eindeutig steht das individuelle Erleben der Naturlandschaft im Vordergrund. Für diese Idee und ihre Ausführung hatten sich Land- und Forstwirte, Umweltschützer und Gewerbetreibende an den runden Tisch gesetzt und aus unterschiedlichen Blickwinkeln eine gemeinsame Marschrichtung erarbeitet. Aus diversen Gesprächen sind tragfähige Lösungen geworden - Lösungen, die sich am Machbaren orientieren.

Um den Freizeit- und Erholungsschwerpunkt Dorf und Gut Conow auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen, stehen folgende Planungselemente auf dem Programm:
  • Ver- und Entsorgungsleitungen müssen gebaut werden.
  • Freizeitwohnen, Camping und Wassersport benötigen umweltverträgliche Regelungen.
  • Seeufer sind an wenigen Stellen zugänglich zu machen, der Rest ist zu schützen.
  • Die vorhandene Gebäudesubstanz des Gutes Conow und die Erschließungsvorteile für die Infrastruktureinrichtungen müssen genutzt werden.
Alle Mühen, jede feinnervige Detailarbeit in den Planungen, kommen sowohl Erholungssuchenden, als auch den Einwohnern dieses Lebensraumes zugute. Arbeitsplätze werden erhalten, neue geschaffen. Gut Conow wird deshalb kein selbstloses Projekt, keine altruistische Spielwiese für Planer sein, die an der Wirtschaftlichkeit vorbeisehen, sondern eine ökonomisch und ökologisch also langfristig existenzfähig angelegte Freizeit- und Erholungsstätte.

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