Die Brücke am Schmalen Luzin


zurück Übersicht weiter

Ein Mann, der in der Nähe des Hullerbusches wohnte, wollte gern eine Brücke über den Schmalen Luzin haben, um bequem nach Feldberg zu gelangen. Er schloss ein Pakt mit dem Teufel, dem er seine Seele verschrieb, wenn dieser bis zum ersten Hahnenschrei eine feste Brücke fertig hätte. Der Teufel warf große Eichen in den See, schleppte eine Anzahl Steine herbei und begann den Bau. Gegen Morgen war die Arbeit ziemlich weit fortgeschritten und dem Manne, der sich so sehnlichst eine Brücke gewünscht, wurde bange um seine Seele. Er lief, so schnell er konnte, nach Hause, steckte seinen Haushahn in den Sack, schlich sich hinter den hart arbeitenden Teufel und ließ plötzlich den Hahn fliegen, der mit lautem Kikeriki die Freiheit begrüßte. Entsetzt entwich der betrogene Teufel, und die Brücke liegt noch heute beim Holzentoch unvollendet im Grunde. Die vielen Steine aber, die der Teufel zusammengeschleppt hatte, liegen auf dem Feldberger Acker verstreut.

Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen! Diese Seite weiterempfehlen