Die Wilde-Jagd-Sage von Conow


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Kirchruine ConowProfessor Richard Wossidlo, Gy'mnasiallehrer und Heimatforscher, hat in seinem Sammelwerk "Mecklenburgische Sagen" die folgende Schauergeschichte wiedergegeben:

"In Conow is ne Mamsell wäst, de is so äklig wäst gegen de Lüüd, de hett de Will'Jagd mitnahmen. Den eenen Been hebben se bi den ollen Kirchoff, twischen de oll Kirch un den Hoff, funnen. De hett'n Strump anhatt, dor is de nam'in wäst Dorvon hebben se wüßt, datt dat de Mamsell ehr Been wier. So hett de oll Möllerfru Köhncke vertellt, dor heff ik bi deent".

Berichtet wurde Wossidlo die Geschichte 1923 von einer Tagelöhnerin in Wittenhagen. Der Originaltext lautet ins Hochdeutsche übersetzt:

"In Conow ist eine Wirtschafterin gewesen, die war so schlecht zu den Leuten (den Tagelöhnern), dass sie die Wilde Jagd mitgenommen hat. Ein Bein der Mamsell haben sie beim alten Friedhof gefunden, zwischen der ehemaligen Kirche und dem Gutshof. Das Bein hatte einen Strumpf angehabt, da war der Name drin (eingestickt). Deshalb hat man gewusst, dass es das Bein der Wirtschafterin gewesen ist. So hat es die alte Müllersfrau Köhncke erzählt, bei der ich in Dienst war."

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