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Schuberts vielseitiges Oeuvre, seine zahllosen Bilder, Zeichnungen, Grafikblätter, Skizzen, Entwürfe zu baugebundenen Arbeiten entwickelt sich nahezu ausschließlich im flächigen Bildraum und zeigt in seiner Gestaltungsmethode schon früh konzeptionelle Merkmale, die auch noch für die gegenwärtig entstehenden Arbeiten charakteristisch sind: Neben einer Fülle und Lust am Detail, die auch noch den kleinsten Pinseltupfer als malerischen Akt ernst nimmt, fällt auf, dass die gesamte Bildfläche durchgestaltet ist und alle Bildelemente – Farbflächen und -formen ebenso wie Linienführungen –immer aufeinander bezogen sind. Es gibt bei Schubert also keine hierarchische Beziehung von zentralem Bildmotiv und Hintergrund, von »wichtigem« Bildgegenstand und »unwichtiger« Umgebung, sondern nur einen als Gesamtheit durchgestalteten Bildraum, in dem alle Teile von gleicher Bedeutsamkeit für die Erscheinung der Malerei und die Intensität ihrer Ausstrahlung sind. Die die Komposition beherrschenden Bildmotive stellt Schubert immer auffällig so in den Mittelpunkt und gestaltet sie so groß und beherrschend in Bezug auf die bis zum Bildrand verbleibenden Flächen, dass seine Bilder immer zeigen, dass der Maler mit seinem beobachtenden Blick nahe heran an den Gegenstand führt, andererseits aber verweist er so darauf, dass sie einen Ausschnitt aus einer als größer und weiter zu denkenden Kontinuität herausschneiden. Dieses »Verfahren« erlaubt Schubert, seine Bilder in hohem Maße mit Farbe und Form zu füllen und zu verdichten und ihnen damit eine beunruhigende Tiefendimension zuwachsen zu lassen, während der Bildraum als solcher verengt wird. (...)
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