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01.11.2012 Nordkurier "Drei Ausstellungen – Drei Weiber"
05.11.2012 Nordkurier "„Helden“ der Ausstellung"
04.02.2013 Nordkurier "Heldenstreiche machen noch zwei Wochen von sich reden"
Dies ist die aktuelle Ausstellung


"TRILOGIE 13: HELDENSTREICHE"

Gisela Kurkhaus-Müller, Gudrun Petersdorff, Caroline Kober, Eva Skupin, Jenni Tietze
Zeichnung, Druckgraphik, Kleinplastik

 

vom 03.11.2012 - 19.02.2013, Tgl. von 11.00 bis 18.00 geöffnet, dienstags geschlossen


Es werden in der Kunsthalle Wittenhagen verschiedene Arbeiten auf Papier, Siebdrucke und plastische Werke von fünf Künstlerinnen zu sehen sein, die über Jahre jeweils eine eigene Bildsprache entwickelt haben. Der vorherrschenden Übermacht idealisierter Bilderwelten stellen sie einen eigenen ironischen Protest entgegen – fernab von robustem Vitalismus und auftrumpfender Dramatik.
Kober "Kugelblitz"
So wie die Leipziger Künstlerin Caroline Kober, die ihre Heldinnen mit feinem Pinsel aus der Zeichnung heraus entwirft und in einer minimalen Szenerie scheinbar Nebensächliches poetisiert. Caroline Kobers surrealer Bilderzauber zielt spielerisch auf unsere verborgenen Traumwelten und trifft unvermeidlich auf frühe Ängste.Skupin "Engel"

Die kleinen Skulpturen aus Bronze von Eva Skupin aus Mehmels bei Meiningen liefern in unerschöpflich lustvollen Posen ein leichtfüßiges Staccato der Sinnlichkeit. Ob sie sitzen oder springen, tanzen oder reiten, fliegen oder fallen... die kleinen üppigen Figuren entführen in die schwerelose Welt der Körperlust und versprechen ein Zurückfedern auf den Boden ohne Blessuren.
Petersdorff "Akrobat"
Die Helden in den Arbeiten von Gudrun Petersdorff aus Leipzig sind Kleindarsteller. Ihre Figuren bespielen – geradeheraus und positiv – Varietés, Manegen und Theaterbühnen. Die Zeichnungen sind kraftvoll in den Linien, sicher im Handwerk und frisch in den Farben. Doch immer bleibt ihre Handschrift spontan, so dass sie uneingeschränkte Lebensfreude vermittelt.

In ihren Zeichnungen spielt die Hamburger Künstlerin Jenni Tietze
Tietze "Vögel"mit den Gestaltungskräften des Animationsfilms. Mit Bleistiften und Pinsel analysiert sie Blatt für Blatt die in der Realität vorgefundenen Bewegungen und erzielt durch veränderte Blickwinkel oder neues Timing sowohl dramatische als auch komische Effekte. Bei ihren Vögeln aus Papier ist es unsere Phantasie selbst, welche die gefederten Helden beseelt. Und sie wirken umso wahrhaftiger, weil wir wissen, dass sie nicht in Stein gemeißelt sind.

Kurkhaus-Mueller "Dame"Die Reduktion auf das Nötigste ist bei der Berliner Künstlerin Gisela Kurkhaus-Müller ein typisches Gestaltungsmerkmal. Mit sparsamen Linien und pointiert gesetzter Farbe trifft sie das Wesentliche: die Flüchtigkeit der Bewegung, die Ähnlichkeit des Gesichts oder die Stimmung des Moments. Und wenn sie dann die Zufälligkeit ihrer schnellen Skizzen im zeitaufwendigen Konzept eines Siebdrucks manifestiert, entpuppt sich die Künstlerin als wahre Meisterin ihres Fachs.

Die Arbeiten der Künstlerinnen berühren alle durch eine sinnliche Bild- und Figurensprache. Die Anwesenheit kleiner und großer Helden ist stets fühlbar, sie beherrschen die Räume und bestimmen das Geschehen. Weil die Betrachter immer auch Begleiter der Figuren sind, kann das kindliche Urvertrauen zu den eigenen Empfindungen reaktiviert werden. Damit soll die Ausstellung vor allem eine Entsprechung für unser zuversichtliches Selbstvertrauen im Umgang mit der Welt sein.

Kuratorin der Trilogie 13 ist die Berliner Kulturwissenschaftlerin Dr. Simone Tippach-Schneider.






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